Ursprünglich aus dem Allgäu, zog es mich nach dem Abitur in die Ferne. Auf einige Praktika folgte ein fünfmonatiger Freiwilligendienst im Botanischen Garten von Nischni Nowgorod (Russland).

Danach studierte ich in München Biologie und hielt drei Jahre später ein Bachelor-Zeugnis in der Hand. Gleichzeitig wusste ich, dass die Laborarbeit nicht meine Zukunft ist.

Ich wollte draußen arbeiten, mir „die Hände schmutzig machen“ und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun. Die nahezu einzige Möglichkeit, die diese Kriterien erfüllte, war ein Ausbildung zum Landwirt. Mein Wunsch war es einen direkten Bezug zu unseren Lebensmitteln zu bekommen, zu sehen, wie das erzeugt wird, was meinen Körper aufbaut und woraus ich bestehe.

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Im ersten Ausbildungsjahr bei der DemeterHofgemeinschaft Heggelbach (180 Hektar, 50 Milchkühe, Schweinemast, Gemüseanbau) stellte ich fest, dass auch Bio-Höfe ihre großen Flächen nur noch mit Maschinen und Saisonarbeitern rentabel bewirtschaften können.

Ich unterbrach die Ausbildung und nahm mir eine Auszeit: einen zehnmonatigen Freiwilligendienst in Costa Rica. Dort war mein Schwerpunkt die Zusammenarbeit mit Kleinbauern-Familien. Wir haben sie dabei unterstützt vielfältige Nahrungsanbau-Systeme auf ihren Flächen aufzubauen, um für die Familien eine vielfältige und sichere Nahrungsversorgung aufzubauen.

Mein zweites Ausbildungsjahr absolvierte ich bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten nahe München. Dort arbeitete ich im Projekt „Zweinutzungshuhn“. Letztendlich war es wohl schon vorbestimmt, dass ich meine Lehre in Herrmannsdorf fortsetzen sollte, denn dort lernte ich Carolina kennen!

Nach meiner Lehre trat ich einen Bundesfreiwilligendienst in einer Bio-Gärtnerei (Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg) zwischen Hannover und Bremen an.
Hauptsächlich ging es um den Anbau einer großen Vielfalt an Gemüse, im Freiland wie in Folientunneln. Außerdem haben wir Roggen, Gewürz-Kräuter, Blüten, Obst und Beeren angebaut.

Nach einer Phase der Orientierung und unserer ersten Schwangerschaft, trat im Sommer 2018 das Binsdorfer Kräuterhäusle in unser Leben.
Seitdem ist Binsdorf unsere neue Heimat.

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